8. Kurz und bündig - Tipps in Stichworten

 

8.1 Die richtige Geldanlage

Viele ältere Menschen legen Geld auf die Seite, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können. Gänzlich abzuraten ist davor, Geld über den aktuellen Bedarf hinaus zu Hause aufzubewahren (Diebstahlgefahr, Zinsverlust, etc.). Ersparnisse sollten vielmehr bei einer Bank oder Sparkasse angelegt werden.

Die unter älteren Menschen verbreitetste (leider jedoch relativ schlecht verzinste) Anlageform ist sicherlich neben dem Girokonto das "normale Sparbuch" mit gesetzlicher Kündigungsfrist. Hier kann man ohne Nachteile monatlich bis zu 2.000,- € abheben; größere Beträge sollte man aber 3 Monate vorher kündigen, um Zinsverluste zu vermeiden. Neben dem "normalen Sparbuch" sollte man unbedingt auch ertragsreichere Anlageformen in Erwägung ziehen, die grundsätzlich nach Sicherheit, Anlagedauer, Verfügbarkeit, Kursrisiko, Ertrag und Verwaltung der Geldanlage unterschieden werden können (z.B. Spareinlagen mit ein- bis fünfjähriger Kündigungsfrist, Bonussparen, Sparbriefe, Vorsorge- oder Versicherungssparen, Kauf von festverzinslichen Wertpapieren, Tagesgeld etc.).

Über die für Ihre persönlichen Verhältnisse günstigste Anlageform bzw. Anlagenkombination sollten Sie sich bei Bedarf unverbindlich von einem Fachmann bei Ihrer Bank oder Sparkasse beraten lassen.

Von Kapitalerträgen (Zinsen) oberhalb der Freibeträge von z.Z. 750,- € für Ledige und 1.500,- € für Verheiratete (zzgl. Werbungskostenpauschale von 51,- bzw. 102,- €) wird eine 30%ige Zinsabschlagsteuer erhoben. 

Sparer-Freibetrag und Werbungskostenpauschale werden ab 2009 zu einem Sparer-Pauschbetrag zusammengefasst. An die Stelle der Zinsabschlagsteuer tritt die sog. Abgeltungssteuer. Diese ist eine Vermögenssteuer auf Kapitalerträge mit einem einheitlichen Steuersatz von 25%zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme werden jedoch auch Kapitalerträge unterhalb der genannten Freibeträge besteuert, wenn nicht eine sog. Zinsfreistellung beim kontoführenden Kreditinstitut beantragt wurde. Ein solcher Zinsfreistellungsauftrag ist somit auch bei kleinen Sparguthaben immer anzuraten. Zuviel bzw. zu Unrecht abgeführte Zinsabschlagsteuer kann andernfalls nur durch die Abgabe einer Einkommenssteuererklärung vom Finanzamt wieder zurückverlangt werden.

Nähere Informationen erteilen die Kreditinstitute oder das zuständige Finanzamt.

Weiterführende Informationen:

 

 

8.2 Versicherungen

Mit einer Versicherung lässt sich manches Risiko im Leben abdecken. Doch nicht jede Versicherung ist für jeden sinnvoll. Aufgrund einer veränderten Lebenssituation im Alter sind manche Versicherungen, die man in jüngeren Jahren abgeschlossen hat, überflüssig.

Beratung dazu, welche Versicherungen in Ihrem konkreten Fall sinnvoll sind und welche Sie getrost kündigen können, erhalten Sie bei der nächstgelegenen Verbraucherzentrale.

Weiterführende Informationen:

 

 

8.3 Das so genannte "Kleingedruckte"

Die Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer müssen bei Verträgen genau geregelt sein, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen. Man sollte sie unbedingt kennen, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Das sog. "Kleingedruckte" in vielen Verträgen - häufig gespickt mit schwer verständlichen juristischen Fachbegriffen - macht das jedoch nicht einfach.

Lesen Sie die Vertragsbedingungen dennoch in jedem Fall aufmerksam durch oder bitten Sie einen Bekannten darum. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Eiligen Vertretern kann man einen Vertrag auch mit der Post zusenden. Unterschreiben Sie nie etwas, was Sie nicht genau verstanden haben. Bei Unklarheiten sollten Sie sich immer Bedenkzeit einräumen und fachkundig beraten lassen. Wenn Sie der Meinung sind, dass man Sie betrogen hat, scheuen Sie sich nicht davor, die nächstgelegene Polizeidienststelle zu informieren.

 

 

8.4 Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen

Nicht selten bereut man schon bald den Kauf an der Haustür, weil man den Artikel oder die Leistung gar nicht braucht, der Kaufpreis sich als überhöht erweist oder man gar regelrecht zum Kauf gedrängt wurde.

Man kann solche Haustürgeschäfte, aber auch Geschäfte in der Wohnung, auf der Straße oder auch bei sog. "Kaffeefahrten" widerrufen (d. h. rückgängig machen). Zu beachten ist dabei:

Das Widerrufsrecht entfällt jedoch:

Die Lebensversicherungen räumen ihren Kunden freiwillig ein Widerrufsrecht von 10 Tagen ein. Für Zeitschriften- und Buchbestellungen gibt es schon seit längerem ein Widerrufsrecht von einer Woche (Abzahlungsgesetz).

Weiterführende Informationen

 

8.5 Zusendung unbestellter Waren

Es gibt Betrüger, die davon leben, Sendungen mit wertlosem Inhalt per Nachnahme oder Boten an Sie zu schicken. Werden diese unbestellten Sendungen angenommen und gleich bezahlt, ist es bereits zu spät. Prüfen Sie daher genau, ob Sie Sendungen auch wirklich bestellt haben und nehmen Sie für Nachbarn nur Sendungen entgegen, wenn Sie ausdrücklich darum gebeten worden sind. Bitten Sie Ihre Nachbarn, bei Sendungen für Sie ebenso zu verfahren.

Wenn einer unbestellten Sendung eine Rechnung beiliegt, braucht diese selbstverständlich nicht bezahlt werden. Auch müssen Sie die Sendung nicht zurücksenden. Allerdings sollten Sie die unbestellte Ware eine zeitlang aufbewahren für den Fall, dass sie der Absender wieder abholen will. Die Dauer der Aufbewahrungsfrist hängt von Art und Wert der Ware ab. Auch muss der Absender Ihnen nachweisen, dass Sie die Sendung überhaupt erhalten haben.
 

 

8.6 Kaffeefahrten

Sog. "Kaffeefahrten" sind oft sehr preisgünstig und daher gerade bei älteren Menschen beliebt. Eine Fahrt ins Grüne ist dabei häufig kombiniert mit einer Werbeverkaufsveranstaltung.

Prüfen Sie die angebotenen Waren sorgfältig. Seien Sie sich klar darüber, dass vergleichbare Artikel im Handel oft viel billiger zu haben sind. Eine großzügige Bewirtung und kleinere Geschenke begründen keine moralische Verpflichtung zum Kauf. Eine Teilnahmepflicht an der Werbeschau besteht nicht. Scheuen Sie sich nicht, einen Kaufvertrag binnen einer Woche zu widerrufen (sh Kap. 8.4 Widerruf von Haustürgeschäften u.ä.).

Kaffeefahrten gelten als Pauschalreisen und unterliegen dem Reisevertragsrecht, wenn sie mit einer Mahlzeit verbunden sind. Dies bedeutet, dass der Veranstalter für Mängel haftet und belangt werden kann. Beschwerde müssen Sie zunächst beim Reiseleiter oder Busfahrer führen und innerhalb eines Monats nach der Reise schriftlich (möglichst per Einschreiben + Rückschein) einreichen.
 

 

8.7 Urkunden und ihre Aufbewahrung

Wichtige Urkunden und Unterlagen sollten gesammelt und in einer Mappe aufbewahrt werden. Den Aufbewahrungsort sollten Sie einer Person Ihres Vertrauens mitteilen, damit sie im Notfall schnell greifbar sind. Die Mappe sollte enthalten (ggf. Hinweise auf die Hinterlegung):

 

8.8 Vollmacht

Wenn Sie Ihr Geld nicht selbst von der Bank oder dem Postamt abholen können, kann dies eine Person Ihres Vertrauens mit einer schriftlichen Vollmacht für Sie tun.

Muster:

Vollmacht

Herr/Frau: ...................................... ist berechtigt, am ................... oder jeweils zum .................... von meinem Konto (Sparbuch) -Nr.: ....................................... bei der Bank / Sparkasse: ....................................................... € ................ abzuheben.

Ort, Datum, Unterschrift

Eine Vollmacht kann auch als Vorsorgevollmacht und sowohl für Einzelbereiche, als auch alle Lebensbereiche erteilt werden. Sie gilt auch noch, wenn Geschäftsunfähigkeit eingetreten ist und kann auch über den Tod hinaus erteilt werden. Die Vollmacht muss schriftlich abgefasst sein und alle Bereiche ausdrücklich benennen, die der Bevollmächtigte regeln soll.

Eine Vollmacht können Sie jederzeit bei Ihrer Bank, Sparkasse oder dem Postamt widerrufen. Bedenken Sie aber gut, wem Sie Ihr Vertrauen schenken, denn eine Vollmacht kann auch missbraucht werden. Der Bevollmächtigte unterliegt im Gegensatz zu einem gesetzlichen Betreuer keiner staatlichen Kontrolle. Bedenken Sie auch, dass Ihr Postbote Ihnen Ihre Rente auch unter bestimmten Voraussetzungen nach Hause bringt.


 

 

8.9 Erbfolge und Testament

Beim Tode tritt die gesetzliche Erbfolge ein, wenn diese nicht durch ein Testament oder Erbvertrag geändert oder ausgeschlossen worden ist. Die gesetzliche Erbfolge hängt bei Verheirateten vom Güterstand, also davon ab, ob durch Ehevertrag Gütergemeinschaft oder Gütertrennung begründet wurde oder ob kein Ehevertrag geschlossen wurde, die Ehegatten also im gesetzlichen Güterstand lebten und bei Gütertrennung von der Anzahl der Kinder.

Normalerweise, d. h. wenn der gesetzliche Güterstand nicht durch Ehevertrag ausgeschlossen oder geändert worden ist, erbt der überlebende Ehegatte die Hälfte des Vermögens (ggf. auch Schulden) und die Kinder - wenn diese verstorben sind - die Enkel, die andere Hälfte. Ist kein Ehegatte (mehr) vorhanden, so erben die Kinder zu gleichen Teilen. An die Stelle von verstorbenen Kindern treten deren Kinder in den Anteil des Verstorbenen zu gleichen Teilen ein. Sind keine Abkömmlinge vorhanden, so erbt der überlebende Ehegatte neben Eltern, wenn diese nicht mehr leben neben Geschwistern, und wenn auch solche nicht mehr vorhanden sind, neben Großeltern des Verstorbenen 3/4 der Hinterlassenschaft. Sind weder Kinder noch Eltern und Geschwister oder Großeltern vorhanden, so erbt der überlebende Ehegatte allein.

Falls Ihnen die gesetzliche Erbfolge nicht zusagt, können Sie diese abändern oder ganz übergehen, allerdings mit Einschränkungen, welche sich aus dem Pflichtteilsrecht von Kindern, Eltern und Ehegatten ergeben. Die Pflichtteilsberechtigten haben gegen den oder die testamentarisch eingesetzten Erben einen Anspruch auf Geldzahlung in Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. 

Die gebräuchlichste Art, selbst zu bestimmen, an wen das Vermögen gehen soll, ist neben dem Erbvertrag das Testament. Man unterscheidet drei Hauptformen:

Muster:

Testament


Ich, Maria Freibach, geborene Mai, setze meinen Ehemann, Franz Freibach, zu meinem Alleinerben ein.


Lörrach, den 08.01.2008

Maria Freibach

Gemeinschaftliche Testamente erzeugen meist eine Bindungswirkung und können vom Überlebenden unter Umständen nicht ohne weiteres widerrufen werden, während ein von einer Einzelperson errichtetes Testament jederzeit frei widerruflich ist.

Eigenhändige Einzel- oder gemeinschaftliche Testamente sollten Sie dem Notar Ihres Wohnortes zur Überprüfung vorlegen und ihm gegen eine geringe Gebühr in amtliche Verwahrung geben, damit es nach dem Tode auch aufgefunden und eröffnet werden kann.

Sachkundigen Rat in allen Testaments- und Erbrechtsfragen erteilen die Notariate:

Weiterführende Informationen

 

 

8.10 Patientenverfügung

Viele Menschen sehen in den Möglichkeiten der modernen Medizin nicht nur Überlebenschancen, sondern auch eine Bedrohung. Besonders Älteren macht eine scheinbar perfekte Apparatemedizin Angst. Sie fürchten, dass medizinische Maßnahmen statt einer Wiederherstellung von Lebensqualität nur eine Verlängerung des Leidens bewirken. Der Einsatz moderner Medizin scheint ihnen dann sinnlos, wenn eine Rückkehr zu einem als menschenwürdig erfahrbaren Leben nicht mehr möglich ist oder ein Sterben in Würde verhindert wird.

Eine Patientenverfügung (ggf. in Kombination mit einer Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung) dient dazu, seine Wünsche hinsichtlich der medizinischen Behandlung für den Fall schriftlich zu formulieren, dass man sie dem behandelnden Arzt nicht mehr selbst mitteilen kann.

Der Kreisseniorenrat hat nach dem Vorbild anderer Landkreise eine sog. "Patientenverfügung" erarbeitet, die Kreisbewohnern auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Sie besteht aus zwei Teilen: einer ausführlichen Erklärung sowie einer zweiten im Scheckkartenformat. Darin wird gegenüber dem behandelnden Arzt erklärt, dass dieser bei einem irreversiblen Verlust der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit auf sterbens- und leidensverlängernde Maßnahmen verzichten soll.

Die Patientenverfügung des Kreisseniorenrates kann gegen Übersendung eines mit Briefporto frankierten und an sich selbst adressierten Rückumschlages zum Preis von 0,50 € bei der Fachstelle für Planung und Steuerung in der Altenhilfe beim Landratsamt Lörrach angefordert oder während der üblichen Dienststunden abgeholt werden.

Weiterführende Informationen:

 

 

8.11 Organspende

Obwohl in Deutschland in jedem Jahr mehr als 3000 Organtransplantationen vorgenommen werden, ist die Versorgung aller darauf angewiesenen Patienten mangels einer ausreichenden Zahl von Spendern nicht möglich. Durch eine Erklärung zur Organspende (Organspenderausweis) kann man seine Einwilligung zur Entnahme (einzelner) Organe bzw. von Gewebe nach seinem Tode erklären bzw. dieser widersprechen. Näheres Informationen hierzu sowie ein kostenloser Vordruck "Erklärung zur Organspende" sind erhältlich beim:

Weiterführende Informationen:

 

8.12 Was tun bei einem Todesfall?

Bei einem Todesfall müssen von den Angehörigen eine Reihe von Formalitäten erledigt werden:

Um sich unnötige Wege zu ersparen, sollten Sie die erforderlichen Unterlagen (vor allem den Ausweis des/der Verstorbenen wie auch den eigenen, den Todesschein, die Sterbeurkunde, die Geburtsurkunde und das Stammbuch) bei den verschiedenen Erledigungen stets mit sich führen. Bestattungsinstitute bieten oft gegen Gebühr die Erledigung der anfallenden Formalitäten an. Lassen Sie sich in jedem Fall einen Kostenvoranschlag geben.

Weiterführende Informationen:

 

 

8.13 Schutz an der Haustür

Durch eine wirksame Sicherung der Wohnung vor ungebetenen oder aufdringlichen Gästen können Sie sich vor Schaden schützen und manchen Ärger ersparen. Zur Standardausrüstung gehört eine Schließkette und ein sog. "Türspion". Lassen Sie Fremde grundsätzlich nicht in Ihre Wohnung, wenn Sie alleine sind. Verlangen Sie ggf. den Dienstausweis und versichern Sie sich telefonisch bei der Dienststelle der Rechtmäßigkeit des Besuches. Ein Besucher, der es gut mit Ihnen meint, wird Ihnen diese Vorsicht niemals übel nehmen.

Weiterführende Informationen:

 

 

8.14 Autofahren im Alter

Für das Führen eines Kraftfahrzeuges gibt es (sicherlich zurecht) keine Altersbegrenzung. Ältere Autofahrer spielen in der Unfallstatistik auch keine herausragende Rolle. Dennoch gilt auch für sie, dass jeder Autofahrer die Pflicht hat, die eigene Fahrtüchtigkeit zu prüfen und zu erhalten. Wird dies unterlassen und kommt es zum Unfall, drohen Strafe und Schadensersatzansprüche. Da man die Verminderung seiner Seh- und Hörfähigkeit häufig nicht bemerkt, sollte man Augen und Ohren mindestens einmal im Jahr beim Arzt untersuchen lassen. Da es praktisch jedes Jahr Änderungen im Verkehrsrecht gibt, ist ein freiwilliger Auffrischungskurs bei einer Fahrschule von Zeit zu Zeit ebenfalls sinnvoll. Insbesondere bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sollte man aufmerksam den Beipackzettel lesen bzw. den Arzt oder Apotheker danach fragen, ob die Fahrtüchtigkeit durch die Einnahme beeinträchtigt werden kann. Sie sollten sich selbstkritisch fragen:

Wenn Sie erkennen, dass Sie den Anforderungen des Straßenverkehrs nicht mehr gewachsen sind, sollten Sie auf das Autofahren verzichten, um sich und andere Verkehrsteilnehmer keinem unnötigen Risiko auszusetzen.


 

 

8.15 Schwerhörigkeit

Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko der Schwerhörigkeit rapide an. Durch die Altersschwerhörigkeit ist vor allem die Wahrnehmung hoher Frequenzen eingeschränkt, wie sie z.B. bei Worten mit den Buchstaben 'f', und 's' oder 'd' und 't' auftreten. Typisch für die Altersschwerhörigkeit ist auch, dass beide Ohren in etwa gleich stark betroffen sind, d.h. der Hörverlust kann nur durch den Einsatz von zwei Hörgeräten ausgeglichen werden.

Fachleute schätzen, dass unter den über 60-jährigen mindestens jeder Dritte ein Hörgerät benötigt, jedoch nur jeder fünfte ein solches besitzt. Doch selbst viele ältere Menschen, die ein Hörgerät besitzen tragen es nicht, weil sie nicht damit zurecht kommen.

Häufig fehlt es an der Einweisung in die Technik, mit der alleine jedoch nach Ansicht von Fachleuten noch kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden kann. Darüber hinaus sollte man auch lernen, dem Gesprächspartner ansatzweise das Gesprochene von den Lippen abzulesen, sich in einer Gesprächsrunde stets richtig zu positionieren und gezielt nachzufragen bzw. um deutliche Aussprache zu bitten. Altersschwerhörige, die ihre Hörgeräte regelmäßig und gezielt nutzen, erleben ihre Kommunikationsbehinderung zunehmend weniger stark, sind zufriedener und fühlen sich wohler.